Entwickeln sich im kranken Herzen mit Hilfe von Oncostatin M zurück: Die Abbildung zeigt Herzmuskelzellen unter dem Fluoreszenzmikroskop. Die Myofibrillen sind rot gefärbt, Zellkerne blau.
Oncostatin M reguliert die Rückverwandlung von Herzmuskelzellen in Vorläuferzellen und ist auf diese Weise von zentraler Bedeutung für die Selbstheilungskräfte des Herzens. Im Zusammenhang mit Erkrankungen des Herzmuskels, zum Beispiel beim Herzinfarkt oder einer Kardiomyopathie, laufen auf zellulärer Ebene Umbauprozesse ab, welche die fatalen Folgen für das Organ begrenzen sollen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim und der Schüchtermann-Klinik in Bad Rothenfelde haben nun ein Protein identifiziert, das bei diesem Umbau eine zentrale Aufgabe besitzt, indem es die Rückbildung einzelner Herzmuskelzellen in ihre Vorläufer stimuliert. Nun sollen mit Hilfe dieses Proteins die Selbstheilungskräfte des Herzens verbessert werden. Um einen geschädigten Herzmuskel, wie er sich beispielsweise nach einem Infarkt darstellt, zu regenerieren, müssen die geschädigten Muskelzellen durch neue ersetzt werden. Dabei kann es sich je nach Schädigungsgrad um beträchtliche Zellzahlen handeln, die zu ersetzen sind. Einfachere Wirbeltiere, wie etwa der Salamander, verfolgen dabei die Strategie, dass überlebende, gesunde Herzmuskelzellen sich zunächst in einen embryonalen Zustand zurückentwickeln.
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