RWTH-Forschungsteam erzeugt die weltweit ersten nicht-sphärischen Mikrobläschen
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Anisotrope Mikrobläschen eröffnen zukunftsweisende Möglichkeiten für die Ultraschallbildgebung und das Verabreichen von Arzneimitteln. Einem internationalen Forschungsteam unter der Leitung von Anshuman Dasgupta und Twan Lammers vom Institut für Experimentelle Molekulare Bildgebung der RWTH Aachen ist es erstmals gelungen, stabile nicht-sphärische Mikrobläschen zu erzeugen. In Zusammenarbeit mit Samir Mitragotri vom Wyss Institutes der Harvard University und mit Kolleginnen und Kollegen des Massachusetts General Hospital in Boston, dem Italian Institute of Technology in Genua und dem DWI - Leibniz-Institut für Interaktive Materialien in Aachen wurden im Rahmen des gemeinsamen Projektes Materialien und Methoden zur eindimensionalen mechanischen Mikrobläschendehnung entwickelt. Mikrobläschen sind vergleichbar mit beispielsweise Seifenblasen im Mikrometerbereich. Seifenblasen haben normalerweise immer eine perfekt runde Form. Dies resultiert aus einer physikalischen Kraft, die als Oberflächenspannung bezeichnet wird. Wissenschaftlich werden Blasen daher als ,,minimale Oberflächenstrukturen" bezeichnet, die ein maximales Luftvolumen auf einer möglichst geringen Tensidoberfläche einschließen.

