Ein Schritt in Richtung neurowissenschaftlicher Simulatoren der nächsten Generation
Die Gruppe von RWTH-Professor Tobias Gemmeke hat ein neuartiges hochflexibles Framework ,,neuroAIx" entwickelt. Trotz jahrzehntelanger Forschung bleibt das Gehirn und die Frage, wie es Informationen verarbeitet, weitgehend ein Rätsel. Diese Frage ist nicht nur für die Neurowissenschaften und die Medizin von grundlegender Bedeutung, sondern auch für Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Informatikerinnen und Informatiker, die sich zunehmend vom Gehirn inspirieren lassen, um die Architektur und Leistung von Computern zu verbessern. Um diese Frage zu beantworten, konzentrieren sich Neurowissenschaftlerinnen und Neurowissenschaftler auf die Untersuchung von Gruppen von Neuronen - so genannten Mikroschaltkreisen - und das Zusammenspiel kleiner Hirnareale. Indem sie untersuchen, wie einzelne Neuronen zusammenarbeiten, um Schaltkreise zu bilden und komplexe Aufgaben zu erfüllen, entwickeln sie Modelle, die erklären, wie das Gehirn Informationen verarbeitet und - mit zunehmender Komplexität - wie aus der Aktivität der Neuronen ein Verhalten entsteht. Computersimulationen von Modellen neuronaler Netze spielen bei dieser Art von Untersuchungen eine entscheidende Rolle. Die Simulation biologischer neuronaler Netze ist jedoch eine große Herausforderung.




