Teppich als Schutzschild: Membranprotein bewahrt Bakterien und Chloroplasten vor Stress

Viele IM30-Proteine bilden einen Ring, der an die Membranoberfläche bindet und d
Viele IM30-Proteine bilden einen Ring, der an die Membranoberfläche bindet und dann dort zerfällt: Es entsteht ein Proteinteppich aus teilweise entfalteten Protein-Einheiten, der die Membranoberfläche schützt.
Viele IM30-Proteine bilden einen Ring, der an die Membranoberfläche bindet und dann dort zerfällt: Es entsteht ein Proteinteppich aus teilweise entfalteten Protein-Einheiten, der die Membranoberfläche schützt. IM30 löst bei Stress seine komplexe Ringstruktur auf und entfaltet sich als schützender Teppich auf der Membranoberfläche - Oberflächenstruktur erstmals beobachtet Stress ist auf allen Ebenen zu finden und selbst Bakterien und Pflanzenzellen müssen sich dagegen zur Wehr setzen. Sie erzeugen dann vermehrt bestimmte Proteine, aber wie die Abwehr genau funktioniert, ist oft noch unbekannt. Eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter der Leitung von Dirk Schneider von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat nun einen Schutzmechanismus aufgedeckt, der bei Cyanobakterien und in den Chloroplasten von Pflanzenzellen abläuft. Ringförmige Proteinkomplexe lagern sich dabei an die Zellmembran an und lösen sich auf. Die einzelnen "freigelassenen" Proteine breiten sich dann wie ein Teppich auf der Membranoberfläche aus. "Mit diesem Schutzschild können sich die Bakterien oder Chloroplasten gegen Stress, der besonderes die Membranen betrifft, verteidigen", sagt Dirk Schneider, Leiter der Abteilung Membranbiochemie im Department Chemie der JGU.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience