Im Baumharz ,,unsterblich"

Harzproben von Hymenaea-Bäumen in Madagaskar mit eingeschlossenen Ambrosia-Käfer
Harzproben von Hymenaea-Bäumen in Madagaskar mit eingeschlossenen Ambrosia-Käfern Georg Oleschinski / Universität Bonn
Harzproben von Hymenaea-Bäumen in Madagaskar mit eingeschlossenen Ambrosia-Käfern Georg Oleschinski / Universität Bonn Die Vorstellung, DNA aus alten Funden zu nutzen, inspirierte bereits Hollywood - im Film Jurassic Park vervielfältigen Wissenschaftler DNA aus einer in Bernstein gefangenen fossilen Mücke und lassen dadurch Dinosaurier wieder auferstehen. In der Realität gestaltet sich das Unterfangen allerdings bedeutend schwieriger: Alle bisherigen Studien, in denen Forscher DNA-Proben von in Baumharz eingeschlossenen Insekten entnahmen, wurden im Nachhinein als unbrauchbar für die Wissenschaft eingestuft. Ein internationales Team um Forscher der Universität Bonn hat nun mithilfe einer optimierten Methode DNA bei Ambrosiakäfern nachgewiesen, die weniger als sieben Jahre in Baumharz eingeschlossen waren. Die Studie ist in der Fachzeitschrift ,,PLOS ONE" erschienen. Mithilfe von sogenannter alter DNA (aDNA, aus dem Englischen ,,ancient DNA") können Wissenschaftler Rückschlüsse auf lange vergangene Zeiten und die dort lebenden Organismen schließen. Eine Möglichkeit, an solche DNA heranzukommen, können Insekten sein, die in Bernstein, also fossilem Baumharz, eingeschlossen sind. Bisher war die Suche nach DNA in Proben, die einige tausend Jahre alt waren, fehlgeschlagen.
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