Rehe passen ihre Bewegungsmuster an. Foto: Benoit Gauzere/Unsplash
Rehe passen ihre Bewegungsmuster an. Foto: Benoit Gauzere/Unsplash - Forschende untersuchen, wie sich das Verhalten der Wildtiere durch den Einfluss von Luchsen und Menschen verändert ,,Der Mensch kann das Verhalten von Wildtieren und sogar deren Tag-und-Nachtrhythmus stark beeinflussen", sagt Naturschutzbiologe Privatdozent Dr. Marco Heurich von der Universität Freiburg. Ein Team um Nadège C. Bonnot vom französischen Nationalen Forschungsinstitut für Wissenschaft und Technologie für Umwelt und Landwirtschaft (INRAE) hat nun untersucht, wie sich die gezielte Wiederansiedlung von Luchsen in ganz Europa auf das Verhalten von Rehen, den Hauptbeutetieren von Luchsen, auswirkt und welche Rolle menschliche Aktivitäten bei den Veränderungen spielen. Ihre Ergebnisse haben Bonnot, Heurich und die weiteren beteiligten Forschenden in der Fachzeitschrift ,,Journal of Animal Ecology" veröffentlicht. Der Luchs ist ein nachtaktives Raubtier. Durch menschliche Störungen wie die Jagd verlagere sich auch das Aktivitätsmuster von Huftieren vermehrt auf die Nacht oder Morgendämmerung, so die der Studie vorausgegangene Annahme der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Als Grundlage dienten ihnen elf Millionen Bewegungsaufzeichnungen von knapp 430 einzeln mit GPS überwachten Rehen, die in zwölf Populationen innerhalb der im EURODEER-Netzwerk verzeichneten Regionen leben.
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