Bei pflanzlichen und tierischen Immunsystemen gehen die Ähnlichkeiten über das Erkennen hinaus

Der Forscher Takaki Maekawa von der Universität zu Köln und seine Kollegen haben entdeckt, dass Pflanzen unabhängig voneinander eine Familie von Immunproteinen entwickelt haben, die denjenigen von Tieren auffallend ähnlich sind Obwohl sie sich in Bezug auf ihre Physiologie, ihren Lebensraum und ihre Ernährungsbedürfnisse grundlegend unterscheiden, sind Pflanzen und Tiere mit einem gemeinsamen existenziellen Problem konfrontiert: Wie können sie sich angesichts der ständigen Exposition gegenüber schädlichen Mikroorganismen in Sicherheit bringen? Immer mehr Beweise deuten darauf hin, dass Pflanzen und Tiere unabhängig voneinander ähnliche Rezeptoren entwickelt haben, die Erregermoleküle wahrnehmen und entsprechende angeborene Immunreaktionen in Gang setzen. Nun hat der Seniorautor Takaki Maekawa von der Uni Köln zusammen mit den Co-Erstautoren Lisa K. Mahdi, Menghang Huang, Xiaoxiao Zhang und Kollegen in einer soeben in der Zeitschrift Cell Host & Microbe veröffentlichten Studie entdeckt, dass Pflanzen eine Familie von Proteinen entwickelt haben, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit Proteinen aufweisen, die als MLKLs (mixed lineage kinase domain-like proteins) bezeichnet werden und bei Wirbeltieren als Teil der Immunantwort den Zelltod auslösen. Bei der Aufdeckung und Charakterisierung einer wichtigen neuen Familie von pflanzlichen Immunproteinen liefert die Studie der Autoren, die in Zusammenarbeit mit den MPIPZ-Forscherkollegen Paul Schulze-Lefert, Jane Parker und Jijie Chai von der Uni Köln durchgeführt wurde, faszinierende neue Erkenntnisse darüber, wie Pflanzen sich vor mikrobiellen Eindringlingen schützen.
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