Guillaume Née und Iris Finkemeier halten ihre Forschungsobjekte hoch: Exemplare der von ihnen untersuchten Ackerschmalwand (kleine Pflanzen). In den großen Töpfen wachsen Rapspflanzen, welche auch das DOG1-Protein besitzen.
- WWU - Peter Grewer
Für Pflanzen ist die Samenruhe von besonderer Bedeutung. Sie entscheidet mit darüber, ob die Fortpflanzung erfolgreich ist: Die Samenruhe bewirkt, dass ein Samen nicht ausserhalb der Saison keimt, beispielsweise bei warmen Wetter im Winter, sondern erst dann, wenn die Umweltbedingungen für die Keimlinge besser sind. Ein internationales Forscherteam um Dr. Wim Soppe vom Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung (MPIPZ) in Köln, Dr. Guillaume Née und Iris Finkemeier von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat nun erstmals gezeigt, welche Rolle ein Protein namens "DOG1" im Zusammenspiel mit regulatorischen Enzymen bei der Steuerung der Samenruhe spielt. DOG1 steht für "delay of germination" ("Verzögerung der Keimung"). Die Studie ist aktuell im Fachmagazin "Nature Communications" online veröffentlicht. "Die Samenruhe wird durch eine innere Uhr der Pflanzen und durch Umwelteinflüsse gesteuert. Der Mensch hat diese Steuerung bei vielen Nutzpflanzen durch Züchtungen beeinflusst", erläutert Guillaume Née (WWU, MPIPZ), Erstautor der Studie.
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