Winzige Defekte stören die Informationsübertragung zwischen organischen Magneten und Metalloxiden

Ein organisches Radikal näher sich dem Rutilkristallgitter (rot) - hier mit eine
Ein organisches Radikal näher sich dem Rutilkristallgitter (rot) - hier mit einer idealen Oberfläche ohne Defekte. Abbildung: Benedetta Casu und Arrigo Calzolari
Tübinger Forscher untersuchen eine komplexe Schnittstelle, die für neue Anwendungen in der Elektronik benötigt wird. Magnete aus organischen Materialien haben gegenüber klassischen Magneten, die aus Metallen oder Legierungen der sogenannten Seltenerdmetalle bestehen, einige Vorteile: Sie sind chemisch flexibel, preisgünstig herzustellen und lassen sich gut für verschiedene Zwecke an unterschiedliche Designs anpassen. In der Praxis wollen Wissenschaftler beide Arten von Magneten für Anwendungen in der Elektronik benutzen - in sogenannten Spintronik-Elementen, bei denen die Informationen nicht über Ladungen, sondern über den Spin der Moleküle transportiert werden. Der Spin ist ein Eigendrehimpuls, der Teilchen als charakteristische Eigenschaft innewohnt. Reza Kakavandi, Professor Thomas Chassé und Dr. Benedetta Casu vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Tübingen haben eine solche magnetische Schnittstelle zwischen Rutilkristallen, das heißt Oxiden des Metalls Titan, und einem rein organischen Magneten untersucht. Sie entdeckten, dass der Übergang an der Grenzfläche äußerst empfindlich auf minimale Defekte in der Oberfläche der Materialien reagiert. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nano Research veröffentlicht.
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