Planetengeburt im Eiltempo

Astronomen beobachten in der Scheibe um den Stern HL Tauri einen Staubklumpen. Beobachtungen mit dem Radioteleskop VLA in New Mexico zeigen die inneren Partien der Planeten-Geburtsstätte rund um den jungen Stern HL Tauri so detailreich wie nie zuvor. Deutlich sichtbar ist dabei ein riesiger Staubklumpen mit der dreibis achtfachen Sonnenmasse; er bietet ideale Bedingungen für die Entstehung eines Planeten. Die Masse des neuen Himmelskörpers dürfte zwischen jener der Erde und jener des Neptun liegen. Die Existenz des Klumpens zeigt eine Lösung für ein grundlegendes Problem auf: Wie können Planeten innerhalb der relativ kurzen Zeit entstehen, die für ihr Wachstum zur Verfügung steht? - Kosmischer Kreißsaal: Die protoplanetare Staubscheibe um den jungen Stern HL Tauri. Links frühere Beobachtungen mit dem ALMA-Observatorium, die durch Lücken getrennte helle Bereiche zeigten; rechts die neuen Beobachtungen mit dem VLA, die zusätzliche Strukturen der inneren Ringe sichtbar machen. Bei dem als Klumpen gekennzeichneten Objekt dürfte es sich um ein Planetenembryo handeln - eine Region, in der gerade ein Planet entsteht.
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