Ausgewachsener Höhlenbär mit Jungtier aus den Höhlen von Goyet in Belgien. Foto: RBINS
Unflexible Ernährung führte zum Verschwinden des Großsäugers. Senckenberg-Wissenschaftler haben die Ernährung des ausgestorbenen Höhlenbären untersucht. Anhand von Isotopenzusammensetzungen im Kollagen der Bären-Knochen zeigen sie, dass sich die großen Säugetiere rein vegan ernährten. Das internationale Team vermutet in seiner kürzlich im Fachjournal 'Journal of Quaternary Science' erschienenen Studie, dass diese unflexible Ernährungsweise zum Aussterben der Höhlenbären vor etwa 25. Jahren führte. Heutige Braunbären sind Allesfresser: Je nach Jahreszeit vertilgen sie Pflanzen, Pilze, Beeren, kleine und größere Säugetiere aber auch Fische und Insekten. 'Ganz anders war das beim Höhlenbären', berichtet Hervé Bocherens vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment (HEP) an der Universität Tübingen und fährt fort: 'Nach unseren neusten Erkenntnissen waren diese ausgestorbenen Verwandten des Braunbären reine Veganer.' - Höhlenbären (Ursus spelaeus) lebten in der letzten Kaltzeit vor etwa 400. Jahren in Europa, bis sie vor circa 25. Jahren ausstarben. Mit 3,50 Meter Länge und 1,7 Meter Schulterhöhe waren diese von Nordspanien bis in den Ural verbreiteten Bären deutlich größer als ihre heutigen Verwandten. Trotz ihres Namens lebten sie nicht in Höhlen, sondern hielten dort nur ihre Winterruhe. Dennoch kam es im Laufe von zehntausenden von Jahren durch den gelegentlichen Tod von Tieren in verschiedenen europäischen Höhlen zu enormen Ansammlungen von Knochen und Zähnen der großen Pelzträger. Einige dieser Knochen aus den 'Höhlen von Goyet?
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.