Ladungsaustausch statt Dunkler Materie: Ein bislang nicht erklärbares Röntgensignal aus Galaxienclustern könnte entstehen, wenn hochgeladener Schwefel ein Elektron aufnimmt. Dabei nähert sich ein Schwefelkern (S16+) einem Wasserstoffatom (A) und zieht das Elektron an(B), das in einem hohen Energieniveau von S15+ landet (C) und unter Abgabe von Röntgenlicht in den Grundzustand übergeht (D). [weniger]
Ein mysteriöses Röntgensignal dürfte von Schwefel-Ionen stammen, die Elektronen einfangen. Ein mysteriöses Röntgensignal von Galaxienclustern hat unter Astronomen kürzlich für Aufregung gesorgt: Stammt es etwa von der Dunklen Materie, die rund 80 Prozent der Materie im Universum ausmacht, derer die Wissenschaftler bislang aber nicht habhaft werden? Um zur Beantwortung dieser Frage beizutragen, prüften Physiker des Heidelberger Max-Planck-Instituts für Kernphysik im Labor eine alternative Erklärung. Demnach muss die Suche nach der schwer fassbaren Materieform weitergehen. Denn das rätselhafte Röntgensignal könnte von hochgeladenen Schwefel-Ionen stammen, die Elektronen von Wasserstoffatomen einfangen. Ladungsaustausch statt Dunkler Materie: Ein bislang nicht erklärbares Röntgensignal aus Galaxienclustern könnte entstehen, wenn hochgeladener Schwefel ein Elektron aufnimmt. Dabei nähert sich ein Schwefelkern (S16+) einem Wasserstoffatom (A) und zieht das Elektron an(B), das in einem hohen Energieniveau von S15+ landet (C) und unter Abgabe von Röntgenlicht in den Grundzustand übergeht (D). Vor rund zwei Jahren funkte der Röntgensatellit XMM-Newton Daten zur Erde, die bei Astrophysikern große Hoffnungen weckten.
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