DNA-Struktur beeinflusst Wirkung von Transkriptionsfaktoren
Räumliche Anordnung der Bindungsstelle und benachbarter Abschnitte verändert Genaktivität. So genannte Transkriptionsfaktoren bestimmen häufig, wie sich eine Zelle entwickelt oder welches Protein sie in welchen Mengen produziert. Sie koppeln an einen Erbgutabschnitt und regulieren so, wie stark ein Gen aus diesem Abschnitt aktiv wird. Bislang gingen Wissenschaftler davon aus, dass die Bindungsstärke und die Nähe zum jeweiligen Gen die Aktivität steuern. Forscher vom Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin haben nun herausgefunden, dass der DNA-Abschnitt, an den ein Transkriptionsfaktor bindet, unterschiedliche räumliche Anordnungen einnehmen und dadurch auch die Struktur des Transkriptionsfaktors verändern kann. Dies beeinflusst dessen Aktivität. Angrenzende DNA-Teilstücke beeinflussen die Struktur des Transkriptionsfaktors maßgeblich und variieren so die Aktivität des zugehörigen Gens.



