RWTH-Wissenschaftler wendet neue Methode an, um Erkenntnisse auf dem Gebiet der Kristallographie zu gewinnen
05. Mit dem von der RWTH entwickelten und zusammen mit dem Forschungszentrum Jülich betriebenen Einkristalldiffraktometer POLI hat Dr. Vladimir Hutanu vom Institut für Kristallographie ein Material namens Ba2CoGe2O7 mit einer neuen Methode vermessen. Bei den am Heinz Maier-Leibnitz Zentrum in Garching bei München vorgenommenen Untersuchungen konnten wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung neuartiger Datenspeicher gewonnen werden. Ba2CoGe2O7 ist ein dunkelblauer Kristall, der von einer japanischen Forschergruppe im Labor gezüchtet wurde. Das Multiferroikum weckt jedoch nicht wegen seiner Farbe das Interesse der Wissenschaftler, sondern wegen seiner elektrischen und magnetischen Eigenschaften. Die Besonderheit solcher Multiferroika ist, dass sich beim Anlegen eines elektrischen Feldes die magnetische Orientierung ändert. Interessant sind solche Materialien für die Entwicklung neuartiger Datenspeicher, die wenig Energie zum Speichern und Lesen benötigen.



