Wie der modulare Aufbau der Proteine die Evolution fördert

26. Juli 2011 Die Veränderung einer kurzen Proteindomäne kann ein ganzes Signalnetzwerk zur Entwicklung der Organe umlenken, das hat eine Vergleichsstudie zur Evolution der Fadenwürmer Caenorhabditis elegans und Pristionchus pacificus ergeben. Das Organ selbst, der Eiablageapparat, ist jedoch in der äußeren Form bei beiden Tieren gleich geblieben. C. elegans und P. pacificus liefern daher ein gutes Beispiel für die Theorie über die Verschiebung der Entwicklungssysteme (developmental systems drift). Sie besagt, dass Organe bei verschiedenen Arten in ihrer Form häufig über eine längere Zeit der Evolution äußerlich gleich bleiben, die regulatorischen Mechanismen ihrer Entwicklung sich jedoch stark verändern können. Die neuen Ergebnisse werfen die Frage auf, ob allgemein der modulare Aufbau der Proteine der Evolution Freiräume gibt, während die Strukturen der Organe wie auch der Signalketten häufig über lange Zeiten hochkonserviert bleiben. Bild vergrößern - Der Fadenwurm C. elegans ist ein Modellorganismus der Genetik. Das zwittrige, im Boden lebende Tier wird nur etwa einen Millimeter lang.
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