"NanoString"-Analyse: Das Verfahren versieht jede RNA mit einer Art Strichcode und macht sie so identifizierbar. Der Code besteht aus jeweils sechs Punkten mit den Farben grün, blau, rot und gelb. Die Strichcodes sind auf einer Oberfläche gebunden und werden durch ein elektrisches Feld so auseinandergezogen, dass sie unter dem Mikroskop sichtbar werden. Diese Art der Analyse von Genaktivität ist digital: Jeder Barcode entspricht einer bestimmten RNA.
Regulatorelemente im Erbgut kontrollieren die Wahrscheinlichkeit, mit der Riechzellen eines der rund 1200 Rezeptorgene auswählen. Die Sinneszellen der Nasenschleimhaut nehmen die unzählige Vielfalt der Gerüche aus der Umgebung mit Hilfe von Geruchsrezeptoren wahr. Jede Sinneszelle entscheidet sich dabei für die Auswahl eines einzigen Rezeptortypen. Die Wahrscheinlichkeit, mit der diese Entscheidung auf ein bestimmtes Rezeptorgen fällt, bestimmt, wie viele Riechzellen diesen Rezeptortyp produzieren. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Biophysik in Frankfurt haben nun einen wichtigen Mechanismus entdeckt, der die Warscheinlichkeit der Auswahl dieser Gene bestimmt. Demnach kontrollieren im Erbgut so genannte Regulatorelemente jeweils eine Gruppe von Rezeptorgenen in der ihrer näheren DNA-Umgebung. Diese Elemente wirken wie molekulare Schalter, welche die Aktivität von Genen anschalten können.
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