Von wegen ’Polarisierung’. Die Deutschen sind konsensfähig

Céline Teney Fotografin Silke Rudolph Bildquelle: Silke Rudolph
Céline Teney Fotografin Silke Rudolph Bildquelle: Silke Rudolph
Studie der Makrosoziologin der Freien Universität Berlin, Céline Teney, sieht keinen wissenschaftlichen Beleg für eine ,,Polarisierung" der Gesellschaft in Deutschland. Céline Teney Fotografin Silke Rudolph Bildquelle: Silke Rudolph Der Umgangston in sozialen Medien und TV-Talkshows mag Zweifel an der politischen Kultur wecken. Mit einer Polarisierung der Meinungen hat dies aber nichts zu tun. Das belegen Céline Teney und Li Kathrin Rupieper in einer aktuellen Studie, die nun im Fachmagazin ,,Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie" erschienen ist. Die Soziologinnen haben Daten aus drei Jahrzehnten ausgewertet und widersprechen der These, die Gesellschaft zerfalle in Lager. (Studie: https://link.springer.com/article/10.1007/s11577'023 -00884-5 ) Wenn in der öffentlichen Debatte gegensätzliche Meinungen aufeinanderprallen, ist schnell von Polarisierung die Rede. Unterstrichen wird diese Interpretation durch Metaphern wie ,,die Gesellschaft driftet auseinander" oder ,,die gesellschaftliche Kluft vertieft sich".
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