Das Ethos von den Menschenpflichten
Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte", am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet, kann als Meilenstein auf dem Weg der Durchsetzung grundlegender Rechte eines jeden Menschen überall auf der Welt gelten. Ein halbes Jahrhundert später, 1997, unternahmen es führende politische Persönlichkeiten (darunter Helmut Schmidt, Jimmy Carter und Valéry Giscard d'Estaing), diese Deklaration um die "Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten" zu ergänzen. Dies geschah im Bewusstsein, dass Rechte immer auch Pflichten einschließen. Angesichts der wachsenden ökonomischen und ökologischen Herausforderungen hat die Betonung von ‚Pflichten' in den letzten Jahren an Bedeutung noch gewonnen. Doch durch wen und wie lässt sich das Ethos von den Menschenpflichten ins öffentliche Bewusstsein vermitteln? Wer wäre zu betrauen mit einem neuen Auftrag zur ‚Erziehung des Menschengeschlechts'? - Privatdozent Dr. Markus Stepanians vom Philosophischen Institut der RWTH Aachen widmet sich am 27. April 2010 ab 19 Uhr im Hörsaal F 05, Kármán-Auditorium, Eilfschornsteinstraße 15, diesen Fragen unter dem Titel "Ein neuer Auftrag zur ‚Erziehung des Menschengeschlechts?' Das Ethos von den Menschenpflichten - durch wen und wie lässt es sich im öffentlichen Bewusstsein vermitteln?". Das Referat bildet zugleich den Auftakt der dreiteiligen Reihe "Im Fokus: Menschenrechte - und Menschenpflichten", die von der Evangelischen Stadtakademie Aachen in Kooperation mit dem Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen und dem Bürgerforum RWTHextern veranstaltet wird.



