Das Start-Stopp-System jagender Immunzellen

Neutrophile (grün) bilden Zellschwärme und sammeln sich an Gewebestellen, wo sie
Neutrophile (grün) bilden Zellschwärme und sammeln sich an Gewebestellen, wo sie beschädigte Zellen oder eindringende Mikroben eindämmen müssen. Die mehrfarbigen Bahnen zeigen die Bewegungspfade der Neutrophilen an. © MPI für Immunbiologie und Epigenetik/ T. Lämmermann
Neutrophile ( grün ) bilden Zellschwärme und sammeln sich an Gewebestellen, wo sie beschädigte Zellen oder eindringende Mikroben eindämmen müssen. Die mehrfarbigen Bahnen zeigen die Bewegungspfade der Neutrophilen an. MPI für Immunbiologie und Epigenetik/ T. Lämmermann - Immunzellen koordinieren Schwarmverhalten, um gemeinsam Krankheitserreger zu eliminieren Neutrophile Granulozyten sind Fresszellen der angeborenen Immunantwort und gehören zu den Ersthelfern unseres Immunsystems. Sie patrouillieren durch unsere Blutgefäße und wandern bei ersten Anzeichen einer Entzündung oder Infektion schlagartig ins Gewebe ein, um dort Krankheitserreger zu finden, aufzunehmen und durch Verdau zu eliminieren. Zur effektiven Bekämpfung der Erreger in einem entzündeten Gewebe arbeiten die Zellen im Kollektiv. Sie schließen sich zu Zellschwärmen zusammen und greifen gemeinsam an. Forschende am Max-Planck-Institut für Immunbiologie und Epigenetik in Freiburg entschlüsseln die grundlegende Biologie dieser Neutrophilenschwärme und konnten nun zeigen, dass die Zellen auch ein molekulares Programm entwickelt haben, um ihre Schwarmaktivität selbstständig zu stoppen.
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