Werksübergreifende Mobilität fördert innovative Mitarbeiterideen
Produktionsmitarbeiter wie beispielsweise Maschinenbediener, Anlagenführer oder Fertigungsmechaniker spielen eine Schlüsselrolle bei der Innovation von produzierenden Unternehmen. Bei diesen Mitarbeiterinnovationen handelt es sich oft um die Umsetzung einfacher Produktund Prozessverbesserungen, die in der Summe jedoch entscheidend zum Unternehmenserfolg beitragen können. Dass die Entsendung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern produzierender Unternehmen in andere Werke die Qualität von Mitarbeiterideen kurzfristig (also innerhalb von ein bis drei Monaten nach einer Entsendung) sowie auch langfristig (bis zu drei Jahre nach einer Entsendung) verbessert, zeigt jetzt eine neue Studie. Die Veröffentlichung des Kölner Wirtschaftswissenschaftlers Fabian Sting sowie Philipp Cornelius von der Erasmus University Rotterdam und Bilal Gokpinar vom University College London ist als Preprint veröffentlicht und vom Fachmagazin ,,Management Science" zur Veröffentlichung angenommen. Anhand der umfangreichen Datenbank von mehr 20. Mitarbeiterideen eines großen europäischen Automobilzulieferers zeigt das Team aus Wissenschaftlern, dass werksübergreifende Mitarbeiterentsendungen die Qualität innovativer Ideen von Produktionsmitarbeitern kurzfristig aufgrund des Transfers von Produktionswissen steigern und auch langfristiges Lernen fördern. Der langfristige Lerneffekt wird durch ein tieferes Prozessverständnis erzeugt, welches die Mitarbeiter durch die erweiterten Perspektiven auf die Produktionsprozesse gewinnen.

