Immer mehr Lebenszeit, immer weniger breit verteilt: Während die Lebenserwartung der Frauen in Westdeutschland von 1956 bis 2013 um zwölf Jahre stieg (von 70,9 auf 82,9 Jahre), wurde die Häufung der Sterbealter um deren Mittelwert um fast 3 Jahre schmaler. Daten: Human Mortality Database [weniger]
Forscher entdecken neue Regelmäßigkeit für verschiedenste menschliche Kulturen und Epochen. Je älter die Menschen im Durchschnitt werden, desto weniger unterscheiden sich ihre Alter zum Todeszeitpunkt. Dieses Phänomen folgt einer festen mathematischen Regel, wie Forscher unter anderem vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung mit Daten aus 44 Ländern belegen. Sinkt die Lebenserwartung in Krisenzeiten kurzfristig, klaffen die Sterbealter nach derselben Regel wieder weiter auseinander. Immer mehr Lebenszeit, immer weniger breit verteilt: Während die Lebenserwartung der Frauen in Westdeutschland von 1956 bis 2013 um zwölf Jahre stieg (von 70,9 auf 82,9 Jahre), wurde die Häufung der Sterbealter um deren Mittelwert um fast 3 Jahre schmaler. Daten: Human Mortality Database 'Da die Lebenserwartung sehr wahrscheinlich weiter wächst, können wir damit rechnen, dass künftig weniger Menschen als bisher früher sterben müssen als der Durchschnitt', sagt Alexander Scheuerlein, Forscher am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock. Scheuerlein veröffentlichte die Untersuchung zur Lebensspanne jetzt zusammen mit einem internationalen Forscherteam im Wissenschafts-Journal 'PNAS'.
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