Kryo-Elektronentomografie ermöglicht ungetrübten Blick in die Zelle

Durch die Kombination technischer Entwicklungen in der Kryo-Elektronentomografie
Durch die Kombination technischer Entwicklungen in der Kryo-Elektronentomografie können verschiedene Bestandteile der Zelle in ihrer natürlichen Umgebung sichtbar gemacht werden. Im Hintergrund sind Bestandteile des Zellkerns zu sehen: DNA (orange) und die Kernlamina (pink). Im Vordergrund Bestandteile des Zellplasmas Mikrotubuli (grün), Aktin (rot), Intermediärfilamente (beige), Ribosomen (gelb, hellblau) und Kernporen (blau). [weniger]
Wissenschaftler machen erstmals die Kernlamina einer Zelle sichtbar. Durch die Kombination neuester Entwicklungen im Bereich der Kryo-Elektronentomografie haben Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bisher verborgene Strukturen rund um den Zellkern von HeLa-Zellen in dreidimensionalen Bildern sichtbar gemacht. Sie zeigen das erste Mal die Kernlamina, eine drei Nanometer dünne, fadenartige Proteinstruktur, die den Zellkern umgibt. Ohne die Zellen chemisch zu verändern oder zu entwässern, werden die zellulären Bestandteile in ihrer natürlichen Umgebung sichtbar. Erst dadurch kann das Zusammenspiel der funktionellen Bestandteile einer Zelle erkannt und verstanden werden. Durch die Kombination technischer Entwicklungen in der Kryo-Elektronentomografie können verschiedene Bestandteile der Zelle in ihrer natürlichen Umgebung sichtbar gemacht werden. Im Hintergrund sind Bestandteile des Zellkerns zu sehen: DNA (orange) und die Kernlamina (pink).
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