Glomeruli im Riechhirn besitzen einzigartige Struktur

Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme des Antennallobus, dem Riechhirn einer Essigf
Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme des Antennallobus, dem Riechhirn einer Essigfliege: Da die Fliegen zwei Antennen besitzen, besteht auch das Riechhirn aus einer linken und rechten Hälfte. Die kugelförmigen Gebilde sind die sogenannten olfaktorischen Glomeruli, von denen mehr als 50 im Antennallobus der Essigfliege zu finden sind. Die Glomeruli sind Nervengeflechte, was auf dem Bild durch die Magenta-Färbung der Synapsen, der Verknüpfungen zwischen einzelnen Nervenzellen, deutlich wird. Die sensorischen Neurone eines bestimmten Glomerulus sind hier mit dem fotoaktivierbaren grün-fluoreszierenden Protein (PA-GFP) markiert. Die olfaktorischen Glomeruli unterscheiden sich in ihrer Architektur, was sich auch in der ökologischen Bedeutung der Düfte, die sie verarbeiten, widerspiegelt. [weniger]
Verschaltungseinheiten aus Riechsinneszellen im Fliegenhirn lassen Rückschlüsse auf ihre Funktion und ökologische Relevanz zu. Wissenschaftler des Max-Instituts für chemische Ökologie in Jena haben jetzt die Funktionseinheiten des Geruchszentrums, die für die Geruchswahrnehmung zuständig sind, im Hirn von Essigfliegen quantifiziert und kartiert. Sie fanden heraus, dass sich die sogenannten olfaktorischen Glomeruli im Antennallobus, dem Riechkolben der Insekten, in ihrer Architektur voneinander unterscheiden. Die Form und detaillierte Struktur dieser kugelförmigen Hirnareale gibt Hinweise auf die ökologische Bedeutung einzelner Düfte, die darin verarbeitet werden, insbesondere im Hinblick auf das duftgesteuerte Verhalten der Fliegen. Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme des Antennallobus, dem Riechhirn einer Essigfliege: Da die Fliegen zwei Antennen besitzen, besteht auch das Riechhirn aus einer linken und rechten Hälfte. Die kugelförmigen Gebilde sind die sogenannten olfaktorischen Glomeruli, von denen mehr als 50 im Antennallobus der Essigfliege zu finden sind. Die Glomeruli sind Nervengeflechte, was auf dem Bild durch die Magenta-Färbung der Synapsen, der Verknüpfungen zwischen einzelnen Nervenzellen, deutlich wird.
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