Die ursprünglich wildlebenden Mäuse leben im Experiment in einer der Natur nachempfundenen Umgebung in Versuchsräumen statt in Käfigen. Sie können in Nestern Familien und Gruppen ausbilden, in denen Weibchen gemeinschaftlich ihre Nachkommen aufziehen. [weniger]
Fettreiche Ernährung und Tageslänge verändern epigenetische Markierungen in Wildmäusen. Eineiige Zwillinge sind sich als Kinder sehr viel ähnlicher als im Alter. Einer der Gründe dafür sind sogenannte epigenetische Veränderungen - chemische Anhängsel an die DNA oder ihre Verpackungsproteine. Umwelteinflüsse können diese Markierungen im Laufe des Lebens verändern. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön haben jetzt erstmals eine solche epigenetische Veränderung bei Wildmäusen untersucht und dabei herausgefunden, dass fettreiche Nahrung und längeres Tageslicht die Markierung verändert. Dadurch werden Stoffwechsel-Gene in der Leber aktiv, mit denen die Tiere die energiereiche Nahrung effektiver verwerten können. Diese Anpassungen an vergleichsweise milde Umweltveränderungen werden jedoch nicht an die Nachkommen weitergegeben.
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