Im Fliegenhirn filtern bestimmte Nervenzellen die Richtungsinformation einer Bewegung heraus und leiten diese in sauber getrennte Schichten des Gehirns weiter. [weniger]
Neurobiologen entdecken elementare Bewegungsdetektoren in der Fliege. Das Erkennen einer Bewegung und ihrer Richtung ist einer der ersten und wichtigsten Verarbeitungsschritte in jedem visuellen System. Nur so können nahende Feinde erkannt oder die eigene Bewegung kontrolliert werden. Seit über 50 Jahren sagt ein mathematisches Modell präzise voraus, wie der elementare Bewegungsdetektor im Gehirn aufgebaut sein müsste. Welche Nervenzellen dazu jedoch wie verschaltet sind, das blieb ein Rätsel. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried bei München sind nun diesem "Heiligen Gral der Fliegenforschung" einen entscheidenden Schritt näher gekommen: Sie haben die Zellen des elementaren Bewegungsdetektors im Fliegenhirn identifiziert. Die Ergebnisse zeigen, dass das Gesehene zunächst in zwei separate Verarbeitungsbahnen aufgetrennt wird.
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