Kartenspielen für die Forschung: Proband Ludwig L. wird von Windhagen und Jakubowitz (von links) getestet.
Robotermechanische Greifintelligenz: Experten der Orthopädie stellten gemeinsam mit Patienten die Funktionsweise des in Italien hergestellten Prototyps vor. Professor Windhagen, die Probanden Ludwig L. und Roswitha M. sowie Dr. Jakubowitz und Manuel G. Catalano vom IIT, dem Italienischen Institut für Technologie in Pisa (von links). Robotermechanische Greifintelligenz: Experten der Orthopädie stellten gemeinsam mit Patienten die Funktionsweise des in Italien hergestellten Prototyps vor In der Regel sind Armprothesen entweder nur kosmetische Ebenbilder der verlorenen Extremität oder sie bieten im Vergleich zur menschlichen Hand nur stark vereinfachte Funktionen. Seit Anfang Juni wird im Institut für Orthopädische Bewegungsdiagnostik der Orthopädischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Annastift weltweit zum ersten Mal der Prototyp einer neuen Roboterhand mit armamputierten Patienten getestet. ,,Im Vergleich zu den bisher verfügbaren Prothesenhänden besitzt die in Italien entwickelte Hand eine ,robotermechanische Greifintelligenz', die durch ein ausgeklügeltes System aus künstlichen Sehnen, Umlenkrollen und Differentialgetrieben erzielt wird", erläutert Henning Windhagen, Direktor der MHH-Klinik für Orthopädie. Intuitive Bewegung aller Finger gleichzeitig mit nur einem Motor Dank des neuen Systems können erstmals die Bewegungen aller Finger gleichzeitig und intuitiv mit nur einem Motor gesteuert werden. Durch die Fingerkonstruktion passt sich die Hand an die unterschiedlichsten Formen wie rund, eckig oder flach an, so dass das mühsame Erlernen verschiedener Greifmuster - wie es bei herkömmlichen Prothesen notwendig war - wegfällt.
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