Neue Großserienverfahren - Neue Möglichkeiten für Composites
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Das Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen veranstaltet zum ersten Mal seine "Zukunftsgespräche Leichtbau" am 1. Juni 2010 in Aachen. Den Bedarf für solche Gespräche sehen die Aachener Kunststofftechniker vor allem darin, dass Hochleistungsbauteile aus endlosfaserverstärktem Kunststoff (FVK) vielfach noch mit einem hohen manuellen Aufwand gefertigt werden. Dies führt zu langen Zykluszeiten, schwankender Bauteilqualität und hohen Kosten bei der Fertigung. Bisher fehlen geeignete Verarbeitungsverfahren für großserientechnische Anwendungen. Der Einsatz von endlosfaserverstärkten Kunststoffen bleibt daher trotz ihrer hervorragenden Eigenschaften beschränkt. Die DFG-Forschergruppe 860 der RWTH Aachen "Neue Prozessketten für endlosfaserverstärkte Kunststoffbauteile: Integration von Preformen, Imprägnieren, Formen und Vernetzen" betrachtet deshalb die großserientaugliche Fertigung von endlosfaserverstärkten Kunststoffbauteilen ganzheitlich vom Roving bis zum finalen Bauteil. Die wesentliche Zielsetzung ist die Erforschung neuer innovativer Verfahren für die Großserienfertigung von endlosfaserverstärkten Strukturbauteilen mit einem Faservolumengehalt von über 50 Prozent in einer Prozesszeit unter 10 Minuten.

