Enzym hält ‘springende Gene’ in Schach

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Die menschlichen Gene sind mit zahlreichen DNA-Sequenzen durchsetzt, die als ‘springende Gene’ bekannt sind. Ohne das Enzym DHX9 wechselwirken diese Elemente miteinander und bilden riesige, verknotete Strukturen (Wollknäuel links), die in der Zelle nur schwerlich weiterverarbeitet werden können. DHX9 entwirrt das Chaos und schafft ordentliche und nutzbare mRNA (dargestellt als Faden), die anschließend verwendet wird, um Proteine herzustellen (Strickmuster). [weniger]
Das Enzym DHX9 macht die 'Parasiten des Genoms' un-schädlich und verwandelt sie in einen evolutionären Vorteil. Springende Gene sind ein zweischneidiges Schwert: Die sich selbst kopierenden und an anderer Stelle wieder ins Erbgut einfügenden DNA-Abschnitte können einerseits Krankheiten wie Hämophilie oder Brustkrebs auslösen. Anderseits begünstigen die auch Transposons genannten Sequenzen die Entstehung neuer Gene und erhöhen so die genetische Vielfalt die Anpassungsfähigkeit an Umweltveränderungen. Forscher des Max-Planck-Instituts für Immunbiologie und Epigenetik haben in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg nun zeigen können, dass ein Enzym namens DHX9 schädliche Strukturen neutralisieren kann, die durch Transposons hervorgerufen werden. Es erhöht damit zugleich die Toleranz des Genoms, springende Gene zu integrieren. Mit der Kenntnis der Funktionsweise von DHX9 ließen sich möglicherweise neue Therapien für Erbkrankheiten entwickeln, ohne dass der evolutionäre Vorteil springender Gene verloren ginge. Die menschlichen Gene sind mit zahlreichen DNA-Sequenzen durchsetzt, die als 'springende Gene' bekannt sind.
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