Digitale Forensik - Verbrechensaufklärung durch Digitalisierung

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Referent: Prof. Dirk Labudde, Lehrstuhl für Forensik, Hochschule Mittweida

Zeit: Freitag, 19. September 2025, 15:00 Uhr

Ort: TU Ilmen au, Faraday-Hörsaal, Weimarer Straße 32, Zugang über Prof.-Schmidt-Straße

Eintritt: 5 Euro

Asservate, also Gegenstände, die von Behörden wie der Polizei oder dem Zoll sichergestellt oder beschlagnahmt wurden, sind für die Verbrechensaufklärung wesentlich. Die Forensik als Wissenschaft der Verbrechensaufklärung muss mit der Digitalisierung, die unser ganzes Leben verändert, Schritt halten. Smartphones und andere intelligente Geräte im Alltag und Beruf haben nicht nur unser Leben ,,smarter" gemacht, sie haben auch die Möglichkeiten von Kriminellen verändert: Sie nutzen diese Geräte zur Vorbereitung und für die Durchführung von Straftaten. Dieser Herausforderung muss sich die Forensik stellen und mit neuen Methoden darauf reagieren - und dabei ist die digitale Forensik mehr als nur die Suche nach digitalen Spuren und die Auswertung von digitalen Asservaten.

In seinem Vortrag im TU Ilmenau Bürgercampus erläutert Prof. Dirk Labudde, Inhaber des Lehrstuhls für Forensik an der Hochschule Mittweida, an ausgewählten Fällen die Rolle der digitalen Forensik. In der Biologie beschreibt der Begriff Missing Link noch unentdeckte Bindeglieder in der Evolution. Ist die Digitalisierung genau das Bindeglied zwischen analoger und digitaler Forensik? Welche Rolle kommt der digitalen Forensik im Gesamtkonstrukt aus analogen und digitalen Spuren zu? Wie kann die Digitalisierung genutzt werden, um aus analoger und digitaler Forensik eine ganzheitliche Wissenschaft zu machen? Am Ende wird Prof. Dirk Labudde das Fazit ziehen: Nur wer analoge und digitale Spuren gleichzeitig denkt, wird bei der Verbrechensaufklärung Erfolg haben.