Die ’coolsten’ Halbleiter-Nanodrähte
Prof. Dr. Eric J. Mittemeijer - Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme , Stuttgart - Telefon: +49 71 1689-3311 - Fax: +49 71 1689-3312 - E-Mail: e.j.mittemeijer [a] mf.mpg (p) de Zumin Wang, Lin Gu, Fritz Phillipp, Jiang Y. Wang, Lars P.H. Jeurgens, and Eric J. Mittemeijer - Metal-catalyzed growth of semiconductor nanostructures without solubility and diffusivity constraints - Advanced Materials 23 (2011) 854-859, DOI: 10.1002/adma. Halbleiter-Nanodrähte sind Schlüsselmaterialien für die Entwicklung von preiswerteren und effizienteren Solarzellen sowie für Batterien mit erhöhter Speicherkapazität. Darüber hinaus sind sie wichtige Bausteine für die Nanoelektronik. Halbleiter-Nanodrähte im industriellen Maßstab herzustellen, ist jedoch sehr teuer. Dafür verantwortlich sind vor allem die hohen Temperaturen, unter denen sie erzeugt werden (600-900°Celsius), sowie die erforderliche Verwendung von teuren Katalysatoren wie Gold. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart, vormals Max-Planck-Institut für Metallforschung, haben nun kristalline Halbleiter-Nanodrähte auch bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen von 150°Celsius hergestellt und dabei preiswerte Katalysatoren wie Aluminium eingesetzt. Sie können so auch nanostrukturierte Halbleiter direkt auf hitzeempfindlichen Kunststoffoberflächen abscheiden.



