Wolfgang Weigand bespricht sich via Zoom mit dem Kollegen Mario Grosch Foto: Anne Günther (Universität Jena)
Wolfgang Weigand bespricht sich via Zoom mit dem Kollegen Mario Grosch Foto: Anne Günther (Universität Jena) - Die chemischen Vorstufen unserer heutigen Biomoleküle könnten nicht nur in der Tiefsee an hydrothermalen Quellen entstanden sein, sondern auch in warmen Tümpeln an der Erdoberfläche. Die chemischen Reaktionen, die in dieser ,,Ursuppe" möglicherweise stattgefunden haben, hat ein internationales Team unter Leitung der Friedrich-Schiller-Universität Jena nun erstmalig im Experiment nachvollzogen. Sogar eine der Nukleobasen, die den Code unseres Erbguts darstellen, könnte demnach von der Oberfläche unseres Planeten stammen. Die Erde ist rund 4,6 Milliarden Jahre alt und war nicht immer ein lebensfreundlicher Ort. In den ersten einhundert Millionen Jahren bestand die Atmosphäre unseres Planeten vorrangig aus Stickstoff, Kohlendioxid, Methan, Schwefelwasserstoff und Cyanwasserstoff, auch bekannt als Blausäure. Freien Sauerstoff gab es nicht. Unter diesen Bedingungen ist Eisensulfid stabil, das durch Sauerstoff zu Eisenoxid wird.
UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO
Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.