Die Baltische Meerassel (Idotea balthica) © Wilfried Thomas, Station Biologique de Roscoff
Biene des Meeres: Eine kleine Meerassel hilft bei der Befruchtung von Rotalgen. Die Baltische Meerassel (Idotea balthica) © Wilfried Thomas, Station Biologique de Roscoff (SBR) - Bis vor Kurzem bestand die Annahme, dass eine Bestäubung durch Tiere ausschließlich Pflanzen an Land vorbehalten ist. Ein internationales Forscherteam hat nun herausgefunden, dass kleine Meereskrustentiere die Vermehrung von Rotalgen fördern, indem sie das Sperma von den männlichen zu den weiblichen Organismen weitertragen. Ihre Ergebnisse deuten darauf hin, dass Meerestiere schon viel länger als Arten an Land eine Rolle bei der Befruchtung spielen. Bienen und Kolibris, sogar Fledermäuse und Eidechsen tragen Pollen von einer männlichen zu einer weiblichen Pflanze. In der Biologie wurde bisher die Ansicht vertreten, dass Meeresalgen keine vergleichbare Unterstützung bei ihrer Fortpflanzung haben. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Myriam Valero, die am Internationalen Forschungslabor Station Biologique de Roscoff (CNRS, Sorbonne Université, Pontificia Catolica Universidad de Chile and Universidad Austral de Chile) in Frankreich tätig ist, hat nun diese soweit vorherrschende Annahme widerlegt: Sie und ihr Team zeigten, dass die Baltische Meerassel (Idotea balthica) bei der Bestäubung der Rotalge (Gracilaria gracilis) vorteilhafte Dienste leistet.
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