Franziska Bucher und Christine Römermann untersuchen Alterungsprozesse von Pflanzen. Foto: Anne Günther (Universität Jena)
Franziska Bucher und Christine Römermann untersuchen Alterungsprozesse von Pflanzen. Foto: Anne Günther (Universität Jena) - Biologinnen untersuchen Herbstphänologie krautiger Pflanzen Dass Pflanzen infolge des Klimawandels immer früher beginnen zu blühen, darüber haben unter anderem Jenaer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereits vor einiger Zeit berichtet. Doch wie wirken sich die klimatischen Veränderungen eigentlich auf das andere Ende der Vegetationsperiode aus? Um Antworten darauf zu finden, haben sich die Biologinnen Dr. Solveig Franziska Bucher der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Christine Römermann der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) intensiv mit der sogenannten Blattseneszenz, also dem Alterungsprozess von Pflanzen, der sich etwa durch die herbstliche Färbung oder das Abwerfen der Blätter zeigt, auseinandergesetzt. Dabei haben sie herausgefunden, dass die Blattseneszenz bei niedrigeren Temperaturen früher einsetzt als bei höheren Temperaturen. Der Beginn dieses Prozesses kann zwar zwischen einzelnen Arten differieren, je kälter jedoch das Umfeld ist, umso schneller läuft dieser ab. Zudem fanden die Wissenschaftlerinnen heraus, dass die Zeitpunkte von Blüte und Blattseneszenz zeitlich eng miteinander verknüpft sind und durch Merkmale der Pflanzen, wie zum Beispiel dem Blattstickstoffgehalt, beeinflusst werden. Dank solcher Forschungsergebnisse lassen sich in Zukunft klarere Aussagen über die Länge von Vegetationsperioden und somit über den Einfluss des Klimawandels auf Ökosysteme treffen.
TO READ THIS ARTICLE, CREATE YOUR ACCOUNT
And extend your reading, free of charge and with no commitment.