Als ein Strahl aus geschmolzenem Meteoritengestein die Erde traf
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Forschungsteam unter Beteiligung der Freien Universität Berlin findet Spuren eines früheren Meteoriteneinschlags in der Antarktis / Neubewertung der Bedrohung durch Asteroiden. Eine internationale Forschungsgruppe hat herausgefunden, dass ein großer Meteorit vor etwa 430. Jahren das antarktische Eisschild traf. Die Forscherinnen und Forscher, darunter auch der Geowissenschaftler Lutz Hecht von der Freien Universität Berlin und vom Naturkundemuseum Berlin, untersuchten außerirdische Partikel, sogenannte Kondensationskugeln, die auf dem Gipfel des Walnumfjellet (WN) im ostantarktischen Sør Rondane-Gebirge geborgen wurden. Die ungewöhnlichen Funde deuten darauf hin, dass kein großer Gesteinsblock die Erdoberfläche erreichte, sondern ein Strahl aus geschmolzenem und verdampftem meteoritischem Material. Die gefundenen Partikel gehörten zu einem rund 100 Meter großen Asteroiden, der mit großer Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindrang und bereits vor dem Erreichen der Erdoberfläche explodierte. Veröffentlicht wurden die Forschungsergebnisse Ende März 2021 in der weltweit renommierten Fachzeitschrift Science Advance .



