Hunger macht draufgängerisch

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Riskante Nahrungssuche: Ein Fischschwarm trifft auf einen Schwarzspitzen-Riffhai
Riskante Nahrungssuche: Ein Fischschwarm trifft auf einen Schwarzspitzen-Riffhai. Foto: Oliver Krüger
Riskante Nahrungssuche: Ein Fischschwarm trifft auf einen Schwarzspitzen-Riffhai. Foto: Oliver Krüger - Meta-Studie: Schwierige Lebensverhältnisse verleihen Tieren im späteren Leben eine höhere Risikobereitschaft Life Neue Lebensräume in unbekanntem Gelände erkunden, auf die Suche nach neuen Nahrungsquellen gehen und dabei Gefahr zu laufen, von einem Fressfeind erwischt zu werden: Für Tiere in der freien Wildbahn steckt das Leben voller riskanter Situationen mit ungewissem Ausgang. Nicht selten hängt von einer Entscheidung sogar das eigene Überleben ab. Wie sich das Tier entscheidet, ob es ein Risiko eingeht oder der Gefahr eher ausweicht, ist individuell ganz unterschiedlich. So wie es unter uns Menschen eher vorsichtige und eher draufgängerische Zeitgenossen gibt, so finden sich auch unter Tieren einer Art Individuen mit geringer oder höherer Risikobereitschaft ", sagt Holger Schielzeth von der Universität Jena. Diese Unterschiede seien zu einem gewissen Grad angeboren, zu einem nicht unerheblichen Teil aber auch der individuellen Entwicklung geschuldet, so der Populationsökologe. Wie Prof. Schielzeth und sein Bielefelder Kollege Klaus Reinhold mit ihren Forschungsteams jetzt in einer umfangreichen Meta-Studie zeigen, wird die Risikobereitschaft eines Tieres in entscheidendem Maße von den Ernährungsbedingungen während des Aufwachsens geprägt.
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