Stress in der Schwangerschaft beschleunigt Wachstum und hemmt motorische Entwicklung ungeborener Affen

Im immergrünen Bergwald Thailands wird ein Assammakakenjunges von der Mutter ges
Im immergrünen Bergwald Thailands wird ein Assammakakenjunges von der Mutter gesäugt.
Stress in der Schwangerschaft beschleunigt Wachstum und hemmt motorische Entwicklung ungeborener Affen. Verhaltensökologen untersuchen erstmals in freier Wildbahn den Einfluss von mütterlichem Stress auf Affenbabys - (dpz) Forscher des Deutschen Primatenzentrums – Leibniz-Institut für Primatenforschung (DPZ) und der Universität Göttingen folgten an ihrer Feldstation in Thailand Affenmüttern durch die Schwangerschaft und deren Jungen über ihre ersten anderthalb Lebensjahre. Die Nachkommen von durch Nahrungsknappheit gestressten Müttern wuchsen schneller als ihre Altersgenossen, bezahlten dies aber mit einer langsameren Entwicklung ihrer motorischen Fähigkeiten und wohl auch mit einem geschwächten Immunsystem. Dies ist die erste Studie zu den Auswirkungen von vorgeburtlichem Stress bei einem langlebigen Säugetier in seinem natürlichen Lebensraum. Die Ergebnisse unterstützen die Theorie, dass gestresste Mütter ihr Ungeborenes auf einen alternativen Lebensweg schicken. Das Wissen um den oft sehr langfristigen Einfluss von mütterlichem Stress auf das Ungeborene ist schon alt. Mediziner und Biologen diskutieren aber noch, ob diese mütterliche Einflussnahme generell als Pathologie zu verstehen ist, oder ob sie vielmehr als ein evolvierter Anpassungsmechanismus zu begreifen ist.
account creation

UM DIESEN ARTIKEL ZU LESEN, ERSTELLEN SIE IHR KONTO

Und verlängern Sie Ihre Lektüre, kostenlos und unverbindlich.



Ihre Vorteile

  • Zugang zu allen Inhalten
  • Erhalten Sie Newsmails für Neuigkeiten und Jobs
  • Anzeigen veröffentlichen

myScience