Das Finanzblasen-Experiment
Professor Didier Sornette vom Departement Management, Technologie und Ökonomie (D-MTEC) der ETH Zürich ist überzeugt, dass die Finanzmärkte nicht einfach zufällig sind. Sein Financial Crisis Observatory hat ein Experiment gewagt, um zu beweisen, dass man Finanzblasen vorhersagen kann. Heute präsentierte Professor Sornette die Resultate des Experiments an einem Mediengespräch. Didier Sornette, Professor für unternehmerische Risiken an der ETH Zürich hat zwei Hypothesen: Erstens man kann Blasen in Echtzeit prognostizieren, bevor sie enden und zweitens kann man das Ende dieser Blasen durch eine auf Wahrscheinlichkeit basierende Vorhersage besser eingrenzen als durch Zufall. Da diese beiden Thesen kontrovers diskutiert werden und bislang die Beweise fehlten, starteten Professor Sornette und sein Team vom Financial Crisis Observatory (FCO) ein ausserordentliches Experiment: Bei vier ausgewählten Finanztiteln sagten sie voraus, dass diese in den nächsten sechs Monaten eine Blase bilden werden und wann dies geschehen wird. Um die Seriosität und Integrität des Experimentes zu sichern, wurden die Vorhersagen öffentlich gemacht und verschlüsselt. Niemand verfügt heute über zuverlässige quantitative Methoden, die es erlauben festzustellen, ob sich der Markt oder ein bestimmter Finanztitel im Zustand einer Blase befindet.



