Motivation der Eltern beeinflusst Schulleistung
Sind die Eltern nicht motiviert, sind es auch die Kinder nicht, zeigt eine Studie der Tübinger Bildungsforscher. Ob sich die Unterstützung der Eltern beim Lernen positiv oder negativ auf die Leistung ihrer Kinder in der Schule auswirkt, ist davon abhängig, wie motiviert die Eltern sind. In einer Studie haben Wissenschaftler vom Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung an der Universität Tübingen herausgefunden, dass die Leistungen von Kindern, deren Eltern sich für Mathematik interessierten und ihre eigene fachliche Kompetenz für Mathematik hoch einschätzten, besser waren als die Leistungen von Kindern, deren Eltern sich wenig für Mathematik interessierten und sich selbst nicht so gut in Mathematik einstuften - unabhängig von der Intensität der elterlichen Unterstützung. Die Ergebnisse wurden jetzt in der Zeitschrift Child Development veröffentlicht. Der familiäre Hintergrund spielt eine entscheidende Rolle für die Motivation und die Leistung von Schülern. Frühere Studien haben gezeigt, dass ein hohes Interesse der Eltern an der schulischen Entwicklung der Kinder im Mittel mit einem günstigeren Leistungsverlauf einhergeht. Es blieb allerdings unklar, welche Art von elterlicher Unterstützung denn nun genau zum Erfolg führte und welche das Gegenteil bewirkt.



