Relativität erschüttert Magneten
Forscher der Johannes Gutenberg-Universität Mainz entwickeln neues Verfahren zur magnetischen Aufzeichnung / Veröffentlichung. Die Forschergruppe von Jairo Sinova am Institut für Physik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus Prag, Cambridge und Nottingham ein neuartiges physikalisches Phänomen vorhergesagt und entdeckt, das es ermöglicht, den Zustand eines Magneten durch elektrische Impulse zu beeinflussen. Die aktuellen Technologien zur Aufzeichnung, Speicherung und Wiedergabe von Informationen sind entweder ladungsoder spinbasiert. Dabei stellen die auf der Halbleitertechnik basierenden Flashoder Direktzugriffsspeicher Paradebeispiele aus der großen Vielfalt ladungsbasierter Geräte dar. Diese Geräte nutzen die Möglichkeit, die aus den Werten "0" und "1" bestehenden elektronischen Ladezustände von Halbleitern auf einfache Weise elektrisch zu beeinflussen und zu erfassen. Der Nachteil hierbei liegt darin, dass bereits schwache Störeinflüsse wie Verunreinigungen, Temperaturschwankungen oder Strahlung zu unkontrollierten Ladungsumverteilungen und in der Folge zu Datenverlust führen können. Spinbasierte Verfahren arbeiten nach einem völlig anderen Prinzip.

