
Zum ersten Mal fanden an der RWTH Aachen Physik-Projekttage (PPT) für Schülerinnen statt. Die 29 Teilnehmerinnen kamen aus ganz Deutschland, um in Aachen spannende Einblicke in die Welt der Physik zu erhalten. Der Ansatz war bereits mehrfach erfolgreich in Hamburg, Kiel und Louvain-la-Neuve durchgeführt worden. An der RWTH standen acht spannende Projekte zu aktuellen Fragestellungen in der Physik zur Auswahl. Darunter waren Projekte aus der Astroteilchenphysik, Quantenmechanik, Elektronik, Künstlichen Intelligenz und der theoretischen Kosmologie.
In Kleingruppen von zwei bis vier Personen arbeiteten die Schülerinnen sich unter Anleitung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerin aus dem jeweiligen Fachgebiet in die Themen ein und führten dann selbstständig Experimente durch, programmierten Code und werteten Daten aus. Am Ende der Projektphasen stellten sie ihre Ergebnisse in einem Abschlusskolloquium vor, zu dem auch Familie und Freunde eingeladen waren. Die Projektphase wurde durch weitere Aktivitäten abgerundet. Dazu gehörten unter anderem ein Ausflug ins Forschungszentrum Jülich, ein Vortrag der Physikerin Dr. Valeria Botta sowie zwei Laborführungen im Physikzentrum der Hochschule.
Die PPT gibt es seit 2011, und sie sind mittlerweile an vier Standorten in Deutschland und Belgien vertreten. Ziel ist es, Mädchen mit naturwissenschaftlichem Interesse zu fördern und Stereotype über Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aufzubrechen. Dadurch soll das Gender-Ungleichgewicht in naturwissenschaftlichen Bereichen reduziert werden. Beispielsweise beträgt der Anteil weiblicher Studierender in der Physik an der RWTH nur 22 Prozent (Wintersemester 2023/2024).


