Hier entwickeln Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit 1994 im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte automatisierte Helfer für Handel, Pflege, Rehabilitation und Häuslichkeit. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre sind so, zumeist in Zusammenarbeit mit der Firma MetraLabs GmbH aus Ilmenau, verschiedenste Serviceund Assistenzroboter entstanden. Damit diese technologischen Zeitzeugen nach Projektende nicht in Vergessenheit geraten, hat Prof. Horst-Michael Groß, Leiter des F achgebiets Neuroinformatik und Kognitive Robotik , die interaktive Roboterausstellung ins Leben gerufen:
Es ist ein bekanntes Problem in allen Robotiklaboren weltweit, dass die Roboter nach Projektende eine Art Vergreisungsprozess durchleben. Das heißt, elementare robotische Grundfertigkeiten funktionieren nicht mehr, komplexe Demos schon gar nicht, Akkus entladen sich oder Displays gehen nicht mehr an. Häufig fristen die Roboter dann ein trostloses Dasein in Abstellkammern. Dem wollen wir mit unserer Ausstellung entgegenwirken.
Auf den zu jedem Exponat angebrachten Texttafeln können Besucherinnen und Besucher sich zunächst einen schnellen Grobüberblick über die ausgestellten Roboter verschaffen.
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, interaktiv über Zeigegesten Informationen zu den Exponaten auf zwei großen Monitoren abzurufen. Insgesamt sind in Deutsch und Englisch jeweils ca. eine Stunde Videomaterial hinterlegt - inklusiver einiger Fun Facts, die es zu entdecken gilt.
Die Ausstellung dient außerdem als Showroom des Thüringer Zentrums für Systeme und Robotik (TZLR), in dem Interessierte oder potentielle Anwender sich über erfolgreiche robotische Assistenzsysteme informieren können.
Pepper, ,,technischer Mitarbeiter" am Fachgebiet und jüngstes Mitglied im akkubetriebenem Team, geht normalerweise den menschlichen Kollegen zur Hand oder assistiert bei Veranstaltungen. Bei der feierlichen Eröffnung war der kleine Roboter mit den Kulleraugen allerdings Zeremonienmeister und durfte den Gästen erklären, wie die interaktive Ausstellung funktioniert. "Ich bin deshalb schon ziemlich aufgeregt", gab er zu.
Die Robo-Expo befindet sich im Zusebau, 2. OG, Flur D und kann ab sofort Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr von allen Interessierten besucht werden. Feedback auf den vor Ort bereitgestellten Kurzanleitungen ist dabei sehr erwünscht.
Lesen Sie hier mehr über die am der TU Ilmenau entwickelten Roboter und ihren Einsatz in Pflege, in der Reha oder im Handel.
