Neue Quelle von Treibhausgasen entdeckt

Strauchförmige, blättrige und krustige Flechten besiedeln Baumrinden, aber auch
Strauchförmige, blättrige und krustige Flechten besiedeln Baumrinden, aber auch Erdboden und Felsen. Bäume dienen ihnen hierbei lediglich als haftender Untergrund, aber nicht für eine parasitäre Lebensweise. Neuen Untersuchungen zufolge spielen Flechten eine größere Rolle im Klimageschehen als bisher angenommen. [weniger]
Flechten, Moose und Cyanobakterien produzieren große Mengen an Lachgas. Unscheinbare Lebewesen überraschen mit einer für das Klima wichtigen Eigenschaft: Flechten, Moose und Cyanobakterien geben große Mengen des Treibhausgases Lachgas (N2O) und geringe Mengen Methan (CH4) an die Atmosphäre ab. Dies fanden Wissenschaftler der Universitäten Gießen und Heidelberg und des Max-Planck-Instituts für Chemie in umfangreichen Laboruntersuchungen heraus. Lachgas bewirkt einen 300mal, Methan immerhin einen 30mal stärkeren Treibhauseffekt als Kohlendioxid. Da die Menge des emittierten Lachgases mit steigender Temperatur steigt, ist die Entdeckung vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung von Bedeutung. Strauchförmige, blättrige und krustige Flechten besiedeln Baumrinden, aber auch Erdboden und Felsen. Bäume dienen ihnen hierbei lediglich als haftender Untergrund, aber nicht für eine parasitäre Lebensweise.
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