Kalkschablonen für Wirkstoffvehikel
Ausgehend von Calciumcarbonat-Kugeln lassen sich Mikrocontainer für medizinische Substanzen gezielt in verschiedenen Größen herstellen. Wirkstoffe schnell und gezielt zu Krankheitsherden zu transportieren könnte schon bald leichter werden. Helmuth Möhwald und seine Kollegen vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Golm, Potsdam haben eine Technik entwickelt, um auf einfache Weise Container für Wirkstoffe herzustellen, die sich zu einem ausgewählten Ziel im Körper schleusen lassen könnten. Die Forscher verwenden poröse Calciumcarbonat-Kugeln als Schablonen, um dreidimensionale Hohlkugeln herzustellen. Diese können medizinisch wirksame Substanzen aufnehmen und lassen sich auf ihrer Oberfläche mit Signalmolekülen versehen, anhand derer die Kugeln zu dem kranken Gewebe finden. Die Chemotherapie ist erfolgreiches Mittel, um Krebs zu bekämpfen, allerdings gibt es dabei ein großes Problem: Die giftigen Substanzen hemmen nicht nur das Wachstum der Tumorzellen, sondern schädigen auch gesundes Gewebe. Vor dieser Situation stehen Ärzte oft, wenn sie Medikamente einsetzen.




