Studie

Anna Voßbeck-Elsebusch und     Alexander L. Gerlach
   Foto: WWU - Psychologie
Anna Voßbeck-Elsebusch und Alexander L. Gerlach Foto: WWU - Psychologie
Psychologen der Universität Münster befragten Blutspender nach Angst, Ekel, Ohnmachtsgefühlen und tatsächlicher Ohnmacht während der Blutspende. Menschen, die bei der Konfrontation mit Spritzen oder Blut in Ohnmacht fallen, sind besonders ekelempfindlich. Diese weitverbreitete These haben Psychologen der Universität Münster widerlegt. Mittels einer Befragung von Blutspendern und einer anschließenden Prüfung durch eine neue statistische Methode fanden Alexander L. Gerlach und Diplompsychologin Anna Voßbeck-Elsebusch heraus, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit keinen Zusammenhang zwischen Ekelempfinden und tatsächlichen Ohnmachtsanfällen während der Blutspende gibt. Ihre Studie wurde kürzlich in der internationalen Fachzeitschrift "Journal of Behavior Therapy and Experimental Psychiatry" veröffentlicht. "In einer Online-Stichprobe mit 361 Blutspendern haben wir nach deren Ängsten vor blutenden Verletzungen oder Spritzen gefragt, nach Ekelempfindlichkeit und nach körperlichen Symptomen wie Schwindel, Schwitzen und Übelkeit oder tatsächlichen Ohnmachten während der Blutspende", erklärt Psychotherapeutin Anna Voßbeck-Elsebusch. Auffällig war, dass Spender mit starken Ekelgefühlen genauso oft oder selten in Ohnmacht fallen, wie Menschen ohne Ekelgefühle.
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