Auf die Art des Ehrenamts kommt es an

Fast die Hälfte der 14- bis 15-Jährigen in Deutschland waren oder sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv. Doch die Art des Engagements macht den Unterschied, wie eine Studie der Uni Würzburg zeigt. Nicht jeder Jugendliche hat das Gefühl, einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten. Manche Jugendliche organisieren Workshops zur politischen Bildung oder suchen Sponsoren für Hilfsprojekte zu Weihnachten. Andere betreuen Jugendgruppen bei den Pfadfindern oder helfen älteren Menschen beim Einkaufen. Die Bandbreite ehrenamtlichen Engagements von Jugendlichen in Deutschland ist groß. Knapp 45 Prozent der 14- bis 15-Jährigen waren oder sind in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv, wie eine bundesweite Studie zur gemeinnützigen Tätigkeit Heranwachsender des Lehrstuhls Empirische Bildungsforschung der Universität Würzburg belegt. Ein Ergebnis, das selbst den Projektleiter, Professor Heinz Reinders, überrascht hat. Noch mehr überrascht die Bildungsforscher allerdings ein zweites Ergebnis ihrer Untersuchungen: Demnach beeinflusst die Zusammenarbeit mit bedürftigen und benachteiligten Personen das Weltbild Jugendlicher stärker als andere Formen des Engagements. So hilft etwa ein Drittel aller engagierten Jugendlichen in der Freizeit sozial benachteiligten Menschen wie Senioren, Migranten oder Menschen mit Behinderungen. „Im Vergleich zu Gleichaltrigen, die in ihrem Engagement keinen Umgang mit Hilfsbedürftigen haben, berichten diese Jugendlichen häufiger, dass sie einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten“, sagt Reinders. Immerhin 47 Prozent stimmten dieser Aussage voll zu. Bei der Vergleichsgruppe seien es nur 33 Prozent. Menschen direkt zu helfen stärkt das Selbstbewusstsein
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