
Was macht eigentlich ein Top-Arbeitsumfeld aus? Ein Kicker? Der berühmte Obstkorb? Freie Soft-Drinks? Das Institute for Advanced Mining Technologies (AMT) der RWTH setzt auf etwas weniger Plakatives aber am Ende, so die Erfahrung, viel Wertvolleres: ein Arbeitsumfeld, das Kreativität, Gesundheit und Spitzenleistung fördert.
In Zeiten, in denen der Wettbewerb um Fachkräfte intensiver denn je ist, zeigt Professorin Elisabeth Clausen mit ihrem Team, dass echte Zufriedenheit aus tiefgreifenderem Engagement entsteht. Aus der Überzeugung, dass Leistungsfähigkeit mit Lebensqualität, Zufriedenheit und Gesundheit Hand in Hand geht, wurde hier ein ganzheitliches Konzept entwickelt. Dieses erschließt sich am besten bei einem spontanen Rundgang durchs Institut, der mehr als nur Arbeitsräume offenbart: Es zeigt eine Kultur der Anerkennung, des Respekts und der konstruktiven Zusammenarbeit.
Einen Kicker gibt es nicht, aber was auffällt, sind Überaus freundliche, aufmerksame und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Atmosphäre ist eine perfekte Mischung aus konzentrierter Arbeit und fröhlicher Gelassenheit. Auch wenn einige Bereiche noch im Umbau sind, strahlen die fertigen Räume eine helle, einladende Stimmung aus. Im großen Besprechungsraum finden sich Anspielungen auf den modernen Bergbau, ein anderes Zimmer ist im exotischen Dschungel-Design gehalten, ein weiteres sieht mit seinen aufgestellten Birkenstämmen aus wie ein Influencer-Fotospot.
Den Obstkorb gibt es zwar ebenfalls nicht, doch weder Obst noch Raum-Design sind das Entscheidende: ,,Mit einem motivierten, zufriedenen und gesunden Team erreichen wir die ambitionierten Ziele in Forschung, Lehre und Transfer", sagt Institutsleiterin Clausen. Das Institut gestaltet aktiv den Wandel zur ,,Human-Centered Climate Smart Mine" und positioniert sich damit als führend in diesem Sektor.
Ganzheitliches Konzept Herzstück und Grundgedanke des Konzepts ist es, optimale Bedingungen für jede Einzelne beziehungsweise jeden Einzelnen zu schaffen. Und das auf allen Ebenen. Von flexiblen Arbeitsund Elternzeitmodellen über kontinuierliches Feedback und eine konstruktive Fehlerkultur bis hin zu umfassender Partizipation. Bewegung, Teamaktivitäten, Weiterbildung und Ausgleichszeiten sind ebenso integraler Bestandteil der Philosophie. Das AMT-Konzept für die rund 60 Mitarbeitenden in interdisziplinären Teams ist auf Ganzheitlichkeit ausgelegt. ,,Unser Ziel ist es, Strukturen, Prozesse und Räume so zu entwickeln, dass sie Leistungsfähigkeit, Gesundheit und Lebensqualität fördern", so Clausen. Das Umfeld am AMT ermöglicht es dem Team, gemeinsam Höchstleistungen zu erbringen und damit aktiv zur individuellen und gesellschaftlichen Entwicklung beizutragen.
,,Die Modelle und Ansätze sind im Sinne der Institution an die jeweiligen Lebensumstände angepasst und es geht immer um das bestmögliche Miteinander", sagt Elisabeth Clausen. Maximale Partizipation ist dabei der Schlüssel - die Mitarbeitenden Übernehmen viel Verantwortung und gestalten Arbeitsumfeld und -umfang aktiv mit. Es sind die Menschen am AMT, die zur besonderen Atmosphäre beitragen. Das Institutsmotto "AMT - Achieving More Together" ist nicht nur ein Slogan, sondern wird hier täglich gelebt. Doch wie innovativ die Konzepte auch sein mögen, ,,letztlich sind es die Menschen, die diese Ideen zum Leben erwecken", betont Clausen.



