Eine drei Tage alte Larve besitzt mehrere Wimpernbänder zum Schwimmen sowie drei Borstenpaare, mit denen sie sich am Untergrund festhalten kann (der Vorderteil des Tieres zeigt nach oben). [weniger]
Max-Planck-Forscher untersuchen das Sehsystem mariner Borstenwürmer und gewinnen Einblicke in die Evolution des Auges. Die Larven des marinen Borstenwurms Platynereis dumerilii orientieren sich am Licht. In ihren ersten Lebenstagen schwimmen sie ins Helle, um sich mit oberflächennahen Meeresströmungen zu verbreiten. Später wenden sie sich vom Licht ab: Sie schwimmen zum Meeresgrund, wo sie zu erwachsenen Borstenwürmern heranreifen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie in Tübingen haben jetzt herausgefunden, dass für diesen Orientierungswechsel zwei unterschiedliche Sehsysteme verantwortlich sind. Sie erstellten erstmals eine neuronale Karte, anhand der sich ein vollständiges visuelles System nachvollziehen lässt - vom Reizeingang bis zur Verhaltensreaktion. Damit können die Forscher der Evolution der Sehsysteme regelrecht ins Auge blicken.
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