Mit Naturstoffen gegen Krankheiten

Forscher aus fast 70 Ländern bei 61. Jahrestagung der Gesellschaft für Arzneipflanzenund Naturstoff-Forschung Weltweit leidet etwa eine Milliarde Menschen unter mindestens einer von 17 lebensbedrohlichen Erkrankungen, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als vernachlässigte Krankheiten eingestuft werden. Dazu gehören Infektionen wie die Chagas-Krankheit, die in Mittelund Südamerika durch blutsaugende Raubwanzen übertragen wird, und die von Sandmücken verbreitete Leishmaniose, die weltweit in den Tropen vorkommt. "Große Pharmakonzerne investieren nur unzureichend in die Entwicklung neuer Arzneimittel gegen diese Krankheiten, obwohl kaum wirksame und für die Betroffenen erschwingliche Therapien existieren", erklärt Thomas Schmidt, Apotheker am Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). "Es ist daher dringend notwendig, neue Wirkstoffe zu entwickeln. Und Naturstoffe besitzen ein immenses Potenzial als Wirksubstanzen gegen Infektionskrankheiten. " Die Problematik der vernachlässigten Erkrankungen gehört zu den Schwerpunkten der Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für Arzneipflanzenund Naturstoff-Forschung an der WWU, bei der derzeit mehr als 750 Experten aus 67 Ländern ihre neuen Ergebnisse vorstellen.
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