Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Nervenquerschnittes der Maus: Nach einer Verletzung zeigen zahlreiche regenerierte Nervenfasern eine zu dünne Myelinschicht. [weniger]
Gliazellen bilden nach einer Nervenschädigung das Protein Neuregulin1 und fördern so die Regeneration von Nervengewebe. Das periphere Nervensystem besitzt im Gegensatz zum Gehirn und Rückenmark eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit nach Verletzungen. Forscher am Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen haben herausgefunden, dass periphere Gliazellen nach einer Nervenschädigung den Wachstumsfaktor Neuregulin1 produzieren, der einen wichtigen Beitrag zur Regeneration verletzter Nerven leistet. Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Nervenquerschnittes der Maus: Nach einer Verletzung zeigen zahlreiche regenerierte Nervenfasern eine zu dünne Myelinschicht. MPI für experimentelle Medizin Die Fortsätze von Nervenzellen im peripheren Nervensystem, die Axone, sind über ihre gesamte Länge, vom Zellkörper bis hin zum Muskel oder zur Haut, von Gliazellen umgeben. Diese sogenannten Schwannzellen umhüllen die Axone mit einer isolierenden Schicht, dem Myelin, das eine schnelle Weiterleitung elektrischer Impulse ermöglicht. Nach einer Schädigung eines peripheren Nervs werden die verletzten Axone zunächst abgebaut.
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