Mütterliche Fürsorge beeinflusst die Chemie im Gehirn bis ins Erwachsenenalter

In einer Studie an Mäusen stellten die Wissenschaftler fest, dass die  Wirk
In einer Studie an Mäusen stellten die Wissenschaftler fest, dass die Wirkung des Peptidhormons NPY davon abhängt, wie viel Zuwendung die Jungtiere in den ersten drei Wochen nach der Geburt erfahren. So waren Mäuse, die von ihren Müttern wenig Fürsorge erhalten hatten, auch als Erwachsene ängstlicher als ihre Artgenossen, die in der Jugend intensiv umsorgt worden waren.
Die Wirkung des Botenstoffs Neuropeptid Y hängt vom Verhalten der Mutter während der Säuglingsphase ab. Neuropeptid Y (NPY) ist das häufigste Peptidhormon des zentralen Nervensystems. Es ist unter anderem an der Stressbewältigung, der Entwicklung von Angstverhalten und an der Regulation des Körpergewichts beteiligt. Eine Forschergruppe unter Beteiligung des Max-Planck-Instituts für medizinische Forschung in Heidelberg hat nun an Mäusen gezeigt, dass intensive mütterliche Fürsorge im Säuglingsalter die Wirkung von NPY im Gehirn fördert. Als Folge davon sind die Jungtiere auch im Erwachsenenalter weniger ängstlich und bringen ein höheres Gewicht auf die Waage als ihre Artgenossen, die weniger Zuwendung bekommen haben. Der Effekt kommt dadurch zustande, dass mütterliche Fürsorge die Bildung bestimmter NPY-Rezeptoren im Vorderhirn anregt. In den komplizierten Regelkreisen des Gehirns nimmt das Neuropeptid Y (NPY) gleich mehrere Schlüsselpositionen ein.
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